Altenhilfe
In Deutschland gibt es ein großes Angebot an Altenhilfe. Es reicht von offenen gemeinnützigen Einrichtungen, die sich stundenweise um alte Menschen kümmern, bis hin zu Altenpflegeheimen, in denen die Senioren wohnen und leben. Die Altenhilfe in Deutschland wird vom Staat finanziell unterstützt, entweder über die Pflegeversicherung oder über die Förderung von gemeinnützigen Institutionen. Jeder Mensch hat irgendwo in seiner Nähe ein Angebot, wobei die Auswahl in Städten und Ballungsgebieten naturgemäß größer und vielfältiger, nicht aber immer besser ist.
Gemeinsame Aktivitäten in der Altenhilfe
Wer ein Leben lang gearbeitet hat und dabei immer unter Menschen war, dem fällt es im Alter oft schwer, sich an die neuen Umstände zu gewöhnen. Die Einsamkeit der eigenen vier Wände lastet irgendwann schwer auf den Menschen und sie sind dankbar für jede kleine Abwechslung in ihrem Leben. Das können Einladungen zu Kaffee und Kuchen sein, aber auch spezielle Veranstaltungen für Senioren, die von Tanz und Kaffeekränzchen bis zu Kartenspielen oder gemeinsamen Konzertbesuchen reichen. Der so oft belächelte Tanztee ist nachweisliche die beste Möglichkeit im Alter lange gesund und fit zu bleiben. Tanzen schützt nicht nur vor Einsamkeit, sondern auch vor vielen Erkrankungen. Für Menschen, die sich ihr Leben lang bewegt haben und auch im hohen Alter noch tanzen, ist die Wahrscheinlichkeit an Demenz zu erkranken wesentlich geringer, als für Senioren, die sich nicht mehr ausreichend bewegen. Altenhilfe bedeutet hier nicht nur ein entsprechendes Angebot bereitzuhalten, sondern die Menschen auch zu motivieren es wahrzunehmen.
Seniorenheime- und Wohngemeinschaften oder Häusliche Pflege
Das Wort Seniorenheim schreckt viele Menschen ab. Wer die Nachrichten regelmäßig verfolgt, der erfährt über das einsame Leben in diesen Heimen, über Probleme mit dem überforderten Pflegepersonal bis hin zur Gewalt gegen alte und pflegebedürftige Menschen. Nun ist die Realität in der Altenhilfe nicht ganz so schwarz, wie sie oft gemalt wird, aber trotzdem ist das Leben in einem Seniorenheim nicht das, was sich alte Menschen wirklich wünschen. Immer häufiger findet man daher Einrichtungen, in denen Senioren in einer Wohngemeinschaft zusammen leben. Hier können sie mit Hilfe von Pflegepersonal ein möglichst eigenständiges Leben führen. Wohngemeinschaften sind kleiner und persönlicher als die großen Heime der Altenhilfe.
Die größte Freiheit erfahren alte Menschen natürlich, wenn sie ihre gewohnte Umgebung nicht verlassen müssen, sondern die Altenhilfe zu ihnen nach Hause kommt. Die Wohnung, in der ein Mensch viele Jahrzehnte, ja vielleicht sogar sein ganzes Leben verbracht hat, ist immer der beste Ort für einen würdigen Lebensabend. Die vertraute Umgebung, die Nachbarn, die vielen Erinnerungsstücke, die sich in der Wohnung befinden, als das freut und gibt Kraft. Wirkliche Altenhilfe findet zuhause statt – natürlich immer mit der Option, den alten Menschen dabei zu helfen, den Kontakt zur Außenwelt nicht zu verlieren.